 Hirschauer Know-How in Asien gefragtDen bisher zweitgrößten Einzelauftrag erhielt die AKW Apparate + Verfahren (AKW A+V) GmbH für eine sechslinige Großanlage zur Aufbereitung gebrauchter Säge-Suspensionen im Bereich der Waferproduktion für China. Leiten wird das Werk nach Unternehmensangaben die chinesische Betreibergesellschaft der ebenfalls in Hirschau ansässigen SiC Processing AG, eine weitere Firma in der AKW A+V Holding Unternehmensgruppe. Im Vordergrund der Aktivitäten von SiC steht hauptsächlich die Rückgewinnung der Wertprodukte Siliziumkarbid (SiC) und Polyethylenglykol (PEG). Das neue SiC-Werk entsteht in Zhenjiang in der Nähe von Shanghai. An einem weiteren Standort in der Nähe wird bereits eine vergleichbare Anlage betrieben. Die neue Anlage wird aus sechs Linien bestehen, wobei jede einzelne davon im Jahr rund 15 000 Tonnen gebrauchter Säge-Suspensionen aufarbeiten wird. Derzeit laufen in Hirschau die Planungen auf Hochtouren, damit die Anlagen ab September 2011 stufenweise in Betrieb gesetzt werden können. Die letzten drei Linien, beginnend im dritten Quartal, sollen nach Mitteilung des Unternehmens 2012 an die SiC übergeben werden.  Das bisher größte Projekt dieser Art, zwei Anlagenstandorte
in Norwegen, das AKW A+V im Auftrag der SiC Processing realisiert hat, läuft seit März diesenJahres mit insgesamt sieben Linien. Aktuell hat AKW A+V als Know-
How-Träger der SiC-Objekte am Standort Hirschau 65 feste Mitarbeiter. Dazu
kommen freie Mitarbeiter, die in Hirschau aber auch auf allen Kontinenten tätig sind. AKW A+V ist weltweit im Geschäft. Das Know-How und die Hauptkomponenten, so das Unternehmen, werden von Deutschland aus geliefert, kleinere Komponenten sowie Stahlbau, Rohrleitung, Tanks usw. im jeweiligen Land zugekauft. Neben der innovativen Aufbereitungstechnologie für Säge-Suspensionen bedient AKW A+V weiterhin intensiv die Kernmärkte, in denen Aufbereitungstechnik erforderlich ist.
Selbstverständlich werden Anlagen aus dem Kernbereich, das heißt der Aufbereitung mineralischer Rohstoffe, wie diese in der Vergangenheit für eigene Aufgabenstellungen entwickelt wurden, weiterhin forciert und erfolgreich
weltweit vertrieben. So konnten in den vergangenen Jahren Quarzsandaufbereitungsanlagen nach Tunesien, Saudi-Arabien, Ägypten und Algerien geliefert werden. Hier zählt AKW A+V zu den Marktführern. Weiterhin projektierte AKW A+V eine Vielzahl an Anlagen für die Erzaufbereitung u. a. für Brasilien, Indien, Kasachstan, Mauretanien und Ägypten. Als Partner der Alumina-Industrie ist AKW A+V in China, Australien, Venezuela und Brasilien bekannt.
Das Unternehmen als international führender Spezialist für nassmechanische
Aufbereitungsanlagen kooperiert unter anderem mit der Friedrich-Alexander-
Universität Nürnberg-Erlangen, mit der RWTH Aachen (Lehr- und Forschungsgebiet
Aufbereitung mineralischer Rostoffe) und mit der Hochschule Amberg-Weiden.  Quelle: Text aus Mittelbayerische Zeitung vom 30. Oktober 2010 |  | |  |